Das Unvermeidbare
Das Unvermeidbare ist kein Feind.
Es ist der Moment, in dem das Leben nicht mehr mit dir verhandelt,
sondern dich an das erinnert, was längst in dir angelegt ist.
Es trägt eine stille Botschaft:
„Du bist bereit – auch wenn du dich noch nicht so fühlst.“
Das Unvermeidbare ist:
- der Wachstumsschritt, dem du ausweichst, bis er dich einholt
- die Wahrheit, die zu laut geworden ist
- das Kapitel, das endet, weil ein neues drängt
- die Begegnung, die deine Energie längst gerufen hat
- der Widerstand, der sich in Klarheit verwandelt, sobald du hinschaust
Im schamanischen Verständnis ist das Unvermeidbare kein Schicksalsschlag, sondern ein Tor, das sich öffnet, wenn die Zeit reif ist.
Nicht, um dich zu überfordern,
sondern um dich größer zu machen.
Man erkennt das Unvermeidbare daran,
dass es erscheint wie ein Fremdkörper –
und sich später als Kernstück deiner Entwicklung entpuppt.
Das Unvermeidbare fragt nie: „Darf ich?“
Es zeigt dir einfach, dass du es tragen kannst.
🌱 Und manchmal ist das Unvermeidbare ganz harmlos
Beispiele, die die Angst entkrampfen und zum Schmunzeln bringen –
damit aus Anspannung Einsicht wird:
- Du wirst an deinem nächsten Geburtstag ein Jahr älter – obwohl es nur ein weiterer Morgen ist.
- Der Sommer kommt, auch wenn du den Frühling am liebsten festhalten würdest.
- Der Montag folgt auf den Sonntag, egal wie gemütlich der Abend davor war.
- Der erste Krümel landet irgendwann immer auf dem frisch geputzten Boden.
- Ein Lieblingspulli wird irgendwann ein bisschen dünn getragen.
- Die Zahnpastatube leert sich – egal wie sehr man sie in der Mitte drückt.
- Ein neuer Anfang taucht auf, selbst wenn du dich noch am Alten festhältst.
- Irgendwann lachst du über etwas, das dir früher Angst machte.
- Jeder Regen hört auf, egal wie dicht die Wolken sind.
- Und irgendwann merkst du:
Das, wovor du Angst hattest, war nur dein eigener Schatten in Übergröße.


