Dreiklang des Hier und Jetzt

VergangenheitDie Vergangenheit wurzelt im Jetzt.Hole ich sie hierher,wird sie betrachtbar.Ich verliere mich nicht mehr in ihr,sondern ändere meine Haltung zu dem, was war.Im Jetzt verliert sie ihre Machtund gewinnt Sinn. GegenwartDas Jetzt ist kein Moment –es ist ein Raum.Hier entscheide ich,ob Gewohnheit führtoder Bewusstsein.Hier bin ich verankertoder getrieben. ZukunftAuch die Zukunft wurzelt im Jetzt.Laufe ich …

Die Parabel vom Mann, der den Montag verbieten wollte

(oder: Wie wir gegen das Unvermeidbare kämpfen – und verlieren, aber mit Stil) Es war einmal ein Mann, der beschloss, dass er keine Veränderungen mehr wollte.Keine großen – keine kleinen.Vor allem keine, die automatisch passieren. Also stellte er sich vor den Kalender und erklärte:„Montag wird abgeschafft.“ Der Kalender sagte nichts.(Er war ein Kalender. Er kannte …

Das Unvermeidbare

Das Unvermeidbare Das Unvermeidbare ist kein Feind.Es ist der Moment, in dem das Leben nicht mehr mit dir verhandelt,sondern dich an das erinnert, was längst in dir angelegt ist. Es trägt eine stille Botschaft:„Du bist bereit – auch wenn du dich noch nicht so fühlst.“ Das Unvermeidbare ist: Im schamanischen Verständnis ist das Unvermeidbare kein …

Die Große Öffnung

Warum die Rauhnächte existieren – und was in dieser Zeit wirklich geschieht Die meisten modernen Traditionen rund um die Rauhnächte wirken wie ein Mosaik aus Bräuchen, Fragmenten und Kalenderstücken. Doch hinter all dem steht etwas viel Ursprünglicheres – ein archaisches Wissen, das älter ist als Kulturen, Religionen oder Jahreszählungen. Es ist das Wissen darum,dass es …

Geschenk als Einbahnstraße – die alte Lehre vom „One-Way-Ticket“

In manchen indigenen Traditionen gilt ein Geschenk nicht als Austausch, sondern als Einbahnstraße.Ein One-Way-Ticket.Es fließt vom Gebenden zum Empfangenden – und dort endet der Weg.Ohne Rückfahrt, ohne Anspruch, ohne stilles Hoffen.Denn alles andere wäre kein Geschenk, sondern ein Kaufpreis. Das erwartungsfreie Geben Ein Geschenk darf nicht an Bedingungen gebunden sein.Nicht an Dankbarkeit.Nicht an Anerkennung.Nicht an …

In der Ruhe liegt die Richtung

Manchmal fließt das Leben wie ein Strom,doch wir versuchen, es mit Händen zu halten.In dem Moment, in dem wir greifen, verdichtet sich das Feld.Vertrauen aber greift nicht – es atmet.Es öffnet Räume, wo Überzeugung Mauern baut,und erinnert uns daran:Die größte Kraft entsteht im Loslassen.

Absicht oder die Kunst des gezielten Wegsehens

Es ist immer wieder hilfreich seine eigene Absicht selbst zu reflektieren, damit sie einem nicht auf die Füsse fällt. Hilfreich kann auch sein, sich das Ganze einmal in einer anderen Sprache anzuschauen, um auch andere Blickwinkel hinein zu lassen.Intention, englisch oder französisch, in der Spannung halten.In tenere, lateinisch, bedeutet spannen, halten.Diese Sprachen zeigen eine gegenläufige …